Vorwort zum 15. JUWI – Treffen
Seit dem ersten Treffen von jungen WissenschaftlerInnen an deutschsprachigen Wasserbauinstituten
1999 in Weimar sind inzwischen 15 bewegte Jahre vergangen. Wir freuen uns
sehr, zum zweiten Mal seit 2005 junge, forschende TeilnehmerInnen am Institut für
Wasserbau und Wasserwirtschaft der Technischen Universität Graz begrüßen zu dürfen. Das
JUWI Treffen versteht sich als Forum von JungwissenschaftlerInnen, welche sich vorwiegend
im Prozess der Erstellung ihrer Dissertation befinden sowie engagierte Diplomanden oder
Post-Docs. In diesem Jahr wird auch die Kooperation mit dem ICOLD Young Engineers
Forum hervorgehoben.
Das Treffen wird traditionell in einem ungezwungenen, persönlichen Rahmen gehalten. Die
Überschaubarkeit der Gruppe begünstigt ein Kennenlernen aller Teilnehmer um den
fachlichen, sowie den individuellen Austausch zu vertiefen. Hierbei ist es das Ziel
dissertationsspezifische oder standortspezifische wasserbauliche Themen zu diskutieren.
Südlich des Alpenhauptkammes gelegen wird in der südösterreichischen Region Steiermark
und Kärnten ein wassertechnischer Schwerpunkt auf die Erzeugung von elektrischer Energie
durch Laufwasserkraft an den größeren Flüssen Mur und Drau gelegt. In diesem
Spannungsfeld sind zunehmend wasserbauliche Forschungsfragen bezüglich des Geschiebe und
Schwebstoffmanagements sowie der Fischdurchgängigkeit zu bearbeiten. Ein weiterer
Fokus wird auf die Generierung von Spitzenstrom und Ausgleichsenergie in der südlichen
Ostalpenregion gelegt. Dazu führt uns die Exkursion am 02. August zur Kraftwerksanlage
Malta mit der Kölnbreinsperre zu einem der Höhepunkte der Veranstaltung. Derzeit werden
dort große Baumaßnahmen durchgeführt, um zwei bestehende Kraftwerksanlagen und
bestehende Wasserreservoire mit zusätzlicher Turbinen- und Pumpleistung auszustatten.
Damit wird ein Beitrag geleistet um die zunehmende Volatilität des Stromdargebots
ausgleichen zu können. Daher ist sicherlich für genügend Diskussionsstoff gesorgt um das
derzeit sehr komplexe Thema Energiewende ausführlich zu erörtern. Um den hohen
Anforderungen an Natur, Gesellschaft und Technik gerecht zu werden, welche im
Spannungsfeld Wasser stehen, sind fortwährende Forschung und Ausbildung sowie der
persönliche Austausch von Beteiligten stets erforderlich. Darum freuen wir uns diesen
evidenten Beitrag mit dem JUWI Treffen 2013 mit vielen begeisterten Teilnehmern leisten zu
können, und wünschen viel Spaß beim Lesen des vorliegenden Tagungsbandes.






